Es wurde gedreht…
3. September 2016

Niigata/Japan

Ich war vom 10.03. bis 20.03. in Niigata/Japan

Hier meine eigenen Eindrücke in einer kurzen Zusammenfassung – betrachtet mit dem Auge der Koi-Gesundheit:
Es gibt Züchter, deren Anlagen möchte man lieber nicht betreten. Warum? Schmodder und Schmutz – kranke, verletzte und tote Koi in den Becken. Aber auch da, oder gerade da werden mehr als genug Koi verkauft.  Und zwar an – ich nenne sie – “Garagenhändler”, “Wochenend-Koihändler”, Zooketten usw..
Das geschieht ungesehen und über Stocklisten. Online bestellt, bezahlt und importiert.
Ich frage mich schon immer was sind das für “Hobby-Händler”, die es nicht für nötig halten, ihre Fische vor Ort auszusuchen bzw sich keine Gedanken machen: Wo kommen meine gekauften Tiere überhaupt her?
So erklärt sich dann aber auch manch günstiger Preis und man kann sich vorstellen, was man da gesundheitlich für Koi bekommt.
Ich finde es für meine Tätigkeit notwendig, alle paar Jahre vor Ort zu gucken, was in Sachen Koi-Krankheiten demnächst auf mich zukommt. Quasi das Übel an der Wurzel entdecken. Ich kann es nicht ändern und so muss ich wenigstens vorbereitet sein.
Zum Beispiel: Die Rot-Pigmenterkrankung Hikui wird künftig ein stark zunehmendes Thema werden und manch ein Züchter wird wegen dieser Krankheit in absehbarer Zeit einen Neuanfang starten müssen. In manchen Betrieben war Hikui fast auf jedem Koi.

Nix für ungut, aber wenn ich den Blick zu den Züchtern zu meinem Dienst am Kunden zähle, dann sollte das ein Koi-Händler für Japan-Koi doch erst recht für nötig empfinden.
Ich befasse mich fast mein ganzes Leben mit Koi und seit mittlerweile 10 Jahren hauptberuflich und ausschließlich mit der Gesunderhaltung dieser Tiere.
Bin leider auch derjenige, der ansehen muss wie einer dieser oben beschriebenen Ramschkoi ganze Bestände dahin rafft.

Aber sehen durfte ich auch die andere Seite. Und man muss schon sagen, dass dies auf alle Fälle die Mehrheit darstellt.  Sauber und mit viel Liebe gepflegte Betriebe.

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