Hikui – Erkrankung roter Hautpigmente
- Hikui ist eine Erkrankung roter Hautpigmente.
- Hikui ist genetisch bedingt und wird ausgelöst durch die UV-Strahlen der Sonne. In „immer grünen“ Teichen und in Teichen mit guter Beschattung erlebe ich Hikui nur sehr selten und wenn dann in abgeschwächter Form. In Innenanlagen gibt es Hikui so gut wie nicht.
- Ich würde es aufgrund der Ausbreitung auch als eine Art Hautkrebs bezeichnen wollen. Ob es ansteckend ist, weiß man bis heute nicht.
- Die Erkrankung tritt in den letzten Jahren immer häufiger auf. Ich vermute hier auch das mittels Trommel- und Vliesfilteranlagen immer klarer gefilterte Teichwasser.
- Eine Heilung ist mir nicht bekannt. Es gibt einen Wirkstoff, welcher rote Hautpigmente zerstört. Dies entzieht der Erkrankung die Grundlage und die behandelten Hautpartien werden weiß. Gerade im Anfangsstadium macht diese Behandlung noch Sinn. Hikui befällt oftmals auch die Augen. Darum immer beim Koi-Kauf darauf achten, dass der Neuzugang kein Rot im Augapfel hat.
- Die Koi können unauffällig für mehrere Jahre mit der Erkrankung leben. Irgendwann frisst sich das Hikui dann aber durch die Schuppen und durch den Schädelknochen. Letztlich ist es dann nur noch eine langwierige Leidensgeschichte, die man dem Fisch nicht zumuten sollte.
–




